| |
| Kalenderblätter 1945 |
|
| 08.02.1945 |
Auch heute gibt es an der südlichen Flanke der 25. Panzergrenadierdivision im Raum Gorgast–Manschnow für beide Seiten verlustreiche Kämpfe. Die sowjetischen Aktivitäten aus dem Kienitzer Brückenkopf lassen merklich nach. Angriffe bei Genschmar und Sophienthal können durch Teile des Panzergrenadierregimentes 35 abwehrt werden. Die 303. Infanteriedivision und eine Kompanie der „Wlassow-Armee“ führen im Raum Neulewin–Karlsbiese–Kerstenbruch erfolgreiche Gefechtshandlungen durch, um diese Orte und das Südufer der Alten Oder einzunehmen. Die 230. (sowj.) Schützendivision zieht sich unter personellen und materiellen Verlusten zurück.
Teile der 21. Panzerdivision und zugeteilte Kräfte stoßen ohne Erfolg südlich von Manschnow auf Herzershof vor. Ein weiterer Angriff, der von der deutschen Luftwaffe massiv unterstütz wird, führt zwar zur Rückeroberung von Gorgast, bleibt aber 500 Meter vor der Kreuzung mit der Reichsstraße 1 liegen. Somit erfüllt die Division nicht die gestellte Aufgabe, die Reichsstraße 1 bis Küstrin freizukämpfen. Nördlich von Manschnow gelingt es einem Grenadierbataillon mit Panzerunterstützung, im Raum Alt Bleyen mit der Küstriner Festungsbesatzung Kontakt aufzunehmen und mit dem Ausbau der „Schlauchstellung“ zu beginnen. In der Nacht beginnt die Versorgung der Festung Küstrin durch Nachschubeinheiten der Wehrmacht. Bei der Luftunterstützung der Bodentruppen wird der Kommodore des Stuka-Geschwaders, Oberst Rudel, von sowj. Flakfeuer getroffen. Schwer verwundet kann er die Maschine nahe des Lebuser Bahnhofs notlanden. Bereits in der Nacht beginnen starke Kräfte der sowj. 8. Gardearmee und der 69. Arme mit Offensivhandlungen. Gegen 8.00 Uhr beginnen Geschosswerfer und Geschütze einen starken Feuerüberfall auf das westliche Oderufer in Lebus, wodurch besonders die Häuser am Stadtrand in Brand geraten. Die nachfolgenden Angriffe haben das Ziel, die Stadt nördlich und südlich zu umfassen. Nach dem Zurückweichen des Volksturmbataillons gelingt es einem Grenadierbataillon, die Lage an der Frankfurter Chaussee zu stabilisieren.
|
|
|
|
|
|
|